Steuerfachangestellte/r

Die Steuerfachangestellten unterstützen die Steuerberater*innen in allen steuerlichen Angelegenheiten. Die Arbeiten werden eigenverantwortlich durchgeführt. Steuerberater*innen gehören zur Gruppe der Freiberufler.

Die Auszubildenden übernehmen die Finanzbuchhaltung, erstellen Steuererklärungen, fertigen Lohn- und Gehaltsabrechnungen an und begleiten außergerichtliche Rechtsbehelfe. Weiterhin unterstützen sie bei betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Fragestellungen oder übernehmen das Forderungsmanagement. Der Beruf ist sehr abwechslungsreich und verfügt über beste Aufstiegschancen. Sogar die Fortbildung zum Steuerberater*in ist möglich.

Bildungsgangleitung

Frau OStR ́ Bettina Strecker

Die Ausbildung dauert im Regelfall drei Jahre, bei guten und sehr guten Leistungen kann auf Antrag und in Absprache mit der Steuerberaterkammer auf zweieinhalb Jahre verkürzt werden.
Es gibt zwei feste Berufsschultage in der Woche von der Unterstufe bis zur Oberstufe. Einen Nachmittag pro Woche werden die Auszubildenden von der Arbeit freigestellt.
  • Steuerlehre
  • Rechnungswesen
  • allgemeine Wirtschaftslehre
  • Deutsch/Kommunikation
  • Politik/Gesellschaftswissenschaften
  • Wirtschaftsinformatik

Die Prüfung wird von der Steuerberaterkammer Westfalen-Lippe abgenommen und wird landeseinheitlich in NRW gestellt. Die Abschlussprüfung besteht aus den Bereichen Steuerlehre, Rechnungswesen und allgemeine Wirtschaftslehre.

Zusätzlich wird nach Bestehen der schriftlichen Prüfung zur mündlichen Prüfung „mandantenorientierte Sachbearbeitung“ eingeladen. Weiterhin kann der Berufsschulabschluss im Berufskolleg erworben werden.

Wir arbeiten seit mehreren Jahren erfolgreich mit der DATEV / Nürnberg als Bildungspartner zusammen. In diesem Rahmen führen wir jährlich sowohl die Praxistage Finanzbuchhaltung mit Kanzlei/Rechnungswesen als auch die Praxistage Lohn und Gehalt mit Lohn und Gehalt Comfort/DATEV durch. Weiterhin werden praxisnahe Einkommensteuerfälle mit den einschlägigen Programmen der DATEV bearbeitet.

Die Fortbildungsmöglichkeiten sind zahlreich; entweder studieren danach einige oder es können Fortbildungsprüfungen absolviert werden. Es gibt den/ die Bilanzbuchhalter/in (IHK) damit wird der Titel des „Bachelor professional“ erworben oder die Fortbildung zum Steuerfachwirt/-in vor der Steuerberaterkammer ist möglich. Danach kann sogar die Berufsträgerprüfung zum Steuerberater/-in auch ohne Hochschulstudium abgelegt werden und die Steuerfachangestellten können selbst Berufsträger werden. Zahlreiche ehemalige Auszubildende haben dies auch geschafft.

Interesse an Problemlösungen ist wichtig; dies betrifft sowohl juristische als auch mathematische Fragestellungen. Es wird viel mit Gesetzen gearbeitet, also sollte man auch Spaß am Lesen mitbringen.
Die Berufsaussichten sind sehr gut. Trotz der Digitalisierung werden gut ausgebildete Fachkräfte gesucht und arbeitslose Steuerfachangestellte gibt es kaum.