Nachrichten der Schule

5.085,16 Euro für Ghana gesammelt

Erstellt am Dienstag, 20. Juni 2017

Das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung unterstützt zum neunten Mal den „Wilhelm Educational Complex“ in einem ghanaischen Armenviertel der Hafenstadt Tema.

Siegen. Bereits zum neunten Mal reiste Wilhelm Hawerkamp, Gründer der Schule, zur Spendenübergabe nach Siegen. Für Hawerkamp wichtiges Geld, das für eine weitere Ausgestaltung der Schule und der unterrichtlichen Möglichkeiten genutzt werden soll: „Wir planen eine Lehrküche einzurichten. Mädchen und Jungen sollen den Umgang mit Lebensmitteln erlernen.“ Ein weiteres Projekt ist seit einiger Zeit die Berufsorientierung, um den Schülern handwerkliche Berufe näherzubringen. „Wir möchten die Schüler an handwerkliche Berufe heranführen, denn gute Handwerker werden auch in Ghana gut bezahlt.“ Begleitet wurde Wilhelm Haverkamp diesmal von Ophelia Menzey und Richard Osei, die als Kindergärtnerin und Grundschullehrer am WEC arbeiten. Beide waren in Grundschulen und Kindergärten zu Gast und haben sich mit Lernmethoden und Erziehungsstilen deutscher Einrichtungen vertraut gemacht.

5.085,16 Euro konnte Wilhelm Haverkamp mit nach Ghana nehmen.   Der Betrag wurde überwiegend durch Spenden der alljährlichen Weihnachtstombola und durch Waffelverkäufe zu unterschiedlichen Anlässen erwirtschaftet. Zudem wurden im Laufe des Schuljahres durch soziale Aktionen am Europatag sowie durch Spendensammlungen bei den verschiedenen Abschlussfeiern weitere Beträge zusammengetragen. Gerti Gleim, die Initiatorin am Berufskolleg, freute sich: „Das ist wieder eine ganz tolle Leistung und das Geld kommt in die richtigen Hände.“

350 Kinder werden in der Einrichtung vom Kinderhort über eine Vorschule bis hin zu einer Art Hauptschule betreut. Seit vier Jahren reisen Schüler aus dem Wirtschaftsgymnasium des Berufskollegs für einige Wochen nach Tema, um dort an der Schule mitzuarbeiten.

Zusätzlich zur Spende werden vierteljährlich ca. 250 Euro aus den Verkaufserlösen des Schülershops WannaBuy nach Ghana überwiesen. Eigentlich verkauft der Schülershop Schreibwaren, im Sortiment sind aber auch rund 30 Artikel aus Ghana. Taschen, Schmuck und Holzkunsthandwerk finden hier ihre Abnehmer. Insgesamt flossen in den letzten neun Jahren über 45.000 Euro vom Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung in Siegen nach Ghana.

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Schüler des Wirtschaftsgymnasiums übergaben den Scheck an Wilhelm Hawerkamp (4.v.l), diesmal in Begleitung von Richard Osei und Ophelia Menzey vom WEC. Foto: Berufskolleg.

 

Sich selbst in Szene setzen

Erstellt am Montag, 08. Mai 2017

Workshop zur Selbstpräsentation mit Schauspielerin Sarah Maria Besgen am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung

Siegen. „Kamera läuft. Und bitte.“ Sonst vor der Kamera gab die Schauspielerin Sarah Maria Besgen diesmal die Regieanweisungen und schon beschwerte sich Dr. Hartmann bei Schwester Susanne, dass diese der Patientin falsche Medikamente verabreicht haben soll. Gar nicht so einfach für die Schüler des Wirtschaftsgymnasiums, die in die Rollen von Dr. Hartmann und Schwester Susanne geschlüpft waren und die Krankenhausszene auf die Bühne der Schulaula brachten. Immer wieder korrigierte Sarah Maria Besgen die Mimik, die Haltung oder die Betonung und machte es vor.

Die in Siegen aufgewachsene Schauspielerin war mit einem Workshop am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung in Siegen zu Gast und hat mit Schülern des Wirtschaftsgymnasiums Elemente der Schauspielerei eingeübt, um dadurch deren Eigenwahrnehmung und Selbstpräsentation bei Vorträgen zu verbessern. Für die Schüler mitunter mit neuen Erfahrungen verbunden. „Wir mussten uns bei einer Übung auf die Bühne stellen und eine Minute nichts machen und wurden hinterher von unseren Mitschülern beschrieben. Ich hätte nicht gedacht, dass ich auf den ersten Blick so arrogant wirke, dabei bin ich das gar nicht“, erklärt eine Teilnehmerin. „Es gab immer wieder konstruktive Kritik und jetzt weiß ich, woran ich arbeiten muss“, ergänzt Louisa Amadi.

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Bildzeile: Schnell wurde ein Tisch zu einem Krankenbett. Sarah Maria Besgen (r.), die in Siegen aufgewachsene Schauspielerin, gab im Workshop immer wieder neue Impulse, um die Szene zu verbessern. Foto: Berufskolleg.

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Bildzeile: Mit viel Spaß wurden die Videoaufzeichnungen ausgewertet, die für so manche Schmunzler sorgten. Foto: Berufskolleg.

 

Die EU als Garant für Wohlstand und Frieden

Erstellt am Freitag, 24. Februar 2017

Trainer der Schwarzkopf-Stiftung helfen Schülern des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung die Europäische Union zu verstehen.

Siegen. Was macht eigentlich die Europäische Union, wie wird dadurch das Leben von über 500 Millionen EU-Bürgern beeinflusst, wie kann ich mich in der EU beteiligen? Und vor allem, wer hat sich das ausgedacht? Mit einem Workshop waren Trainer der Schwarzkopf-Stiftung am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung zu Gast, dabei sollten all diese Fragen beantwortet werden.

„Wir möchten junge Menschen dazu bringen, sich als europäische Bürger zu betrachten“, beschreibt Trainerin Chiara Picado Maagh die Intention. In verschiedenen Workshops erfuhren die Schüler etwas über die Geschichte der Europäischen Union, deren Institutionen und Aufgabenbereiche. „Wir wollen alle in Frieden und Wohlstand leben, dafür ist die EU ein Garant“, so Picado Maagh. Für die angehenden Verwaltungsfachangestellten hat sich der Workshop gelohnt, für sie steht demnächst ein Projekt zum Thema Europa auf dem Stundenplan.

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In Kleingruppen näherten sich die Verwaltungsfachangestellten dem Thema Europa. Trainerin Chiara Picado Maagh unterstützte die Kleingruppen bei ihren Arbeitsaufträgen. Foto: Berufskolleg.

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Päckchen packen für die Siegener Tafel

Erstellt am Montag, 19. Dezember 2016

Projekt „Helfende Hände“ am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung unterstützt die Siegener Tafel mit Weihnachtspaketen für Bedürftige.

Siegen. 306 Weihnachtspakete haben die Schüler gefüllt und dabei über 200 Meter Geschenkpapier, Unmengen Klebestifte und Deko verbraucht.

Neben den Paketen konnten die Mitarbeiter der Tafel 14 große Kisten mit Kuscheltieren, Spielen und Kleidung in die Transporter einladen.

Bereits zum zehnten Mal hatte sich die Schule einem Spendenaufruf für die Siegener Tafel angeschlossen, die vielen bedürftigen Familien mit Kindern im Siegener Stadtgebiet ein paar Tage vor Heiligabend eine ganz besondere Bescherung bereiten möchte. Und so füllten sich bereits frühmorgens die Schultische mit Süßigkeiten, Lebensmitteln, Kinderspielzeug oder Büchern, die Schüler, Lehrer und Verwaltungsmitarbeiter mitgebracht hatten. Bis zum Mittag hatten die teilnehmenden Klassen Pakete geschnürt, dekoriert und mit Weihnachtswünschen versehen. Das Berufskolleg hatte bei der SpardaSpenden-Wahl vor zwei Jahren den dritten Platz erreicht. Mit einem Teil des Gewinns und Geldspenden aus dem Kollegium konnten für 2.000 Euro zusätzliche Pakete gefüllt werden.

Was vor zehn Jahren als Idee einer Schulklasse mit 30 Paketen begann, hat sich am Berufskolleg als fester Bestandteil in der Vorweihnachtszeit entwickelt. „Wir wollen hier vor Ort, in der Region, Verantwortung für andere übernehmen und helfen. Bei der Aktion für die Siegener Tafel kann man mit relativ kleinem Aufwand viel erreichen. "Für die Schüler ist es auch ein schönes Erlebnis.“, erklärte Lehrerin Gerti Gleim, eine der Initiatoren am Berufskolleg.

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Bildzeile: Kopierkartons wurden gefüllt und in schmucke Weihnachtspakete für die Siegener Tafel verwandelt. Foto: Berufskolleg.

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Bildzeile: Mit einer Menschenkette wurden die vielen Pakete zu den Transportern der Siegener Tafel gebracht. Anne Schäfer, 1. Vorsitzende der Tafel packt kräftig mit an.(2. V.l.)  Foto: Berufskolleg.

Europa und der Blick über den Tellerrand

Erstellt am Donnerstag, 08. Dezember 2016

Das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung wurde für die nächsten fünf Jahre als Europaschule rezertifiziert.

Siegen. "Europaschulen sind Brückenbauer. Sie ermöglichen den Schülerinnen und Schülern interkulturelle Erfahrungen, die sie offen und neugierig für Gleichaltrige in den Nachbarländern machen", beschreibt Schulministerin Sylvia Löhrmann den Grundgedanken einer Europaschule. 2011 wurden die Auflagen des Schulministeriums zum ersten Mal erreicht, nun fand nach fünf Jahren eine Überprüfung statt, ob die Kriterien noch eingehalten werden und vor allem eine Weiterentwicklung des Europaprofils stattfand. Das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung in Siegen hat sich weiterentwickelt und darf sich als einzige Schule im Kreis Siegen-Wittgenstein weiterhin „Europaschule in NRW“ nennen.

Das Berufskolleg unterhält mittlerweile Partnerschaften zu Einrichtungen in acht europäischen Ländern, hinzukommt eine Partnerschule in Ghana. „Auslandspraktika und der Austausch sind eine hervorragende Möglichkeit für junge Menschen, internationale Kompetenzen zu erwerben, andere Kulturen und Sprachen kennenzulernen. Sie sind ein zentrales Element unserer Arbeit als Europaschule“, erklärte Patrick Helle, der Koordinator der Europaschule. Für die kommenden zwei Jahre fördert die Europäische Union mit fast 85.000,- Euro 60 Stipendien für Betriebspraktika im Ausland. „Die 60 Stipendien kommen Auszubildenden und Berufsfachschülern zugute, die im Rahmen ihrer Ausbildung ein Betriebspraktikum über 3 – 4 Wochen im Ausland machen möchten“, so Helle.

Der bilinguale Unterricht konnte mit Fächern wie z.B. „International Economics“ auf das Wirtschaftsgymnasium und die Fachoberschule ausgeweitet werden. Aber auch in anderen Bildungsgängen ist das Thema Europa präsent. Die Schüler der Höheren Handelsschule haben dafür ein eigenes Fach „Europa“ im Stundenplan und auch die Verwaltungsfachangestellten beschäftigen sich im Unterricht mit „Interkultureller Kommunikation“.

Die in enger Abstimmung mit der IHK Siegen entwickelten Zusatzqualifikationen „Asienkaufmann/-frau“ und „Europakaufmann/-frau“ haben sich seit einigen Jahren am Berufskolleg und der Region fest etabliert und werden mittlerweile an anderen Berufskollegs kopiert.

„Wir möchten dabei helfen, die junge Schülergeneration angemessen auf zukünftige Aufgaben einer globalisierten Welt vorzubereiten. Eine besondere Aufgabe des Berufskollegs liegt dabei auch in der Integration junger Flüchtlinge aus anderen Kulturkreisen, die das Berufskolleg in großer Zahl besuchen“, so Patrick Helle.

 

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