Nachrichten der Schule

Planspiel FOM

Erstellt am Mittwoch, 17. Juli 2019

Siegen. „Es gibt kein Bier auf Hawai“, heißt es in einem bekannten Lied. Damit der worst case im Siegerland nicht eintritt, müssen die Beteiligten von der Brauerei, im Logistikzentrum, im Großhandel bis in den Einzelhandel die richtigen Entscheidungen treffen. Zum besseren Verständnis der Wertschöpfungskette entlang der „beerline“ war die FOM Siegen am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung zu Gast. Drei Berufsschulklassen mussten in Kleingruppen dafür sorgen, dass der Siegerländer nicht auf dem Trockenen sitzt. „Die Schüler sollen entlang der Wertschöpfungskette strategische Entscheidungen über die Bestellung und die Produktion treffen“, so Dr. Eberhard Boller, Fachlehrer am Berufskolleg. Dabei schlüpften die Schüler in die Rollen der Brauerei, des Verteilzentrums, des Großhandels oder des Einzelhandels. Dass das nicht immer so einfach ist, merkten die Schüler schnell, wenn es an einer Stelle aufgrund falscher Erwartungen zu Engpässen oder einem Überangebot kam, was schnell mit Kosten verbunden war. „Über das Planspiel und den Einsatz digitaler Medien können mittels der Gamification spielerisch komplexe Zusammenhänge erschlossen werden. Die Wertschöpfungskette findet in der Realität international statt und die Beteiligten müssen über große Distanzen Entscheidungen treffen,“ erläutert Prof. Dr. Thomas Heupel von der FOM. Neben dem spielerischen Lernen und dem Einsatz digitaler Medien ist für den Berufsschullehrer Dr. Eberhard Boller ein zweiter Aspekt wichtig: „Wir möchten mit Hilfe unseres Kooperationspartners FOM die angehenden Industrie- und Bankkaufleute in den Kontakt mit Wissenschaft und Weiterbildung bringen. Denn lebenslanges Lernen wird für die heutigen Berufsschüler bei den künftigen Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt durch die Digitalisierung und die Künstliche Intelligenz im Zeitalter von Big Data von existenzieller Bedeutung für die Arbeitnehmer von morgen.“

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Prof. Dr. Thomas Heupel von der FOM und Berufsschullehrer Dr. Eberhard Boller standen den Kleingruppen mit Tipps und Erklärungen zur Seite. Foto: Berufskolleg.

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Schnell die neuen Daten fotografieren und in der Kleingruppe neue Entscheidungen treffen. Foto: Berufskolleg.

Viel mehr als Zahlen aus dem Geschichtsbuch

Erstellt am Mittwoch, 17. Juli 2019

Schüler des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung Siegen besuchten Kriegsgräberstätte

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Es ist heutzutage nicht leicht, die Geschehnisse und das Ausmaß des Zweiten Weltkrieges zu verstehen. Für viele gerade junge Menschen sind es oft nur noch Zahlen und Fakten aus dem Geschichtsbuch. Um sich jedoch das Ausmaß und die Schrecken dieses Weltkrieges bewusst zu machen, lädt Landrat Andreas Müller, der auch Kreisvorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist, regelmäßig junge Menschen zu Studienfahrten ein. So fand im Juni eine Studienfahrt zur Kriegsgräberstätte nach Ysselsteyn in den Niederlanden statt. Dort wurden auf einem parkähnlichen Gelände mehr als 31.000 deutsche Kriegstote des Zweiten Weltkrieges bestattet. Unzählige Grabkreuze zeugen bis heute davon.

Rund 30 Berufsschüler des Ausbildungsberufes Verwaltungsfachangestellter am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung hatten sich zusammen mit ihren Lehrern Antje Schneyer und Dr. Marco Rehm sowie dem Geschäftsführer des Kreisverbandes Ingolf Jost aufgemacht, diesen Ort des Gedenkens zu besuchen.

Ysselsteyn liegt etwa drei Autostunden von Siegen entfernt, direkt hinter der deutsch-niederländischen Grenze. Wenige Kilometer südwestlich von Venray, einer Gemeinde mit rund 40.000 Einwohnern in der Provinz Limburg, wurde die mit 30 Hektar flächenmäßig größte Kriegsgräberstätte der Welt nach dem Krieg errichtet. Auf ihr ruhen alle im Zweiten Weltkrieg in den Niederlanden gefallenen deutschen Kriegstoten.

Dass jeder von ihnen ein Mensch mit Biographie, Familie, Träumen oder Berufswünschen war, das wurde den Teilnehmern in einem Workshop deutlich, der von der Jugendbildungsstätte des Volksbundes angeboten wurde. Sie liegt direkt neben der Gedenkstätte.

Hier konnten die Teilnehmer anhand von historischen Dokumenten, Briefen, Tagebüchern und Bildern das Schicksal von neun der mehr als 31.000 Kriegstoten kennen lernen. Nachdem diese von kleinen Arbeitsgruppen zu Kurzbiographien zusammengefasst worden waren, begaben sich die Schüler auf den Friedhof, um die einzelnen Gräber dieser Menschen aufzusuchen. Hilfreich war hier ein Lageplan, der die Suche unter den vielen Grabkreuzen vereinfachte. Dort angekommen, stellten die Gruppen dann die einzelnen Biographien vor.

Besonders bewegend war für viele beispielsweise das Schicksal von Anneliese Lehmann. Sie war als Zivilangestellte während des Zweiten Weltkrieges auf dem Flugplatz Stendal angestellt. Ihr Verlobter war als Soldat eingezogen worden.

Bei einer Zugfahrt in den Heimaturlaub nach Deutschland wurde sie Opfer eines Bombenangriffs am 8. April 1945, also kurz vor Ende des Krieges. Sie verlor mit 25 Jahren ihr Leben. Ihr Verlobter erfuhr nie vom Tod seiner Liebsten. Er galt kurz danach als vermisst.

Den Abschluss des Studientages bildete eine Austauschrunde, in der Eindrücke und Erkenntnisse gesammelt wurden. Viele Schüler berichteten davon, dass der Zweite Weltkrieg für sie nunmehr ein „Gesicht“ bekommen habe. Andere waren auf Grabkreuze von Menschen aufmerksam geworden, die kaum älter oder sogar noch jünger waren, als sie selbst und deren Leben aufgrund eines sinnlosen Krieges gewaltsam beendet wurde. Manch einer hatte sogar Kindergräber entdeckt.

Auch Ingolf Jost, Geschäftsführer des Kreisverbandes Siegen-Wittgenstein zeigte sich erneut tief bewegt von dem mahnenden Charakter der Kriegsgräberstätte. Aber er freue sich auch, so Jost weiter, dass mit diesem Studientag junge Menschen entdeckt hätten, wo ein solch sinnloser Krieg endet. Und er ermutigte die Teilnehmer abschließend, sich für das kostbare Gut von Frieden und Demokratie einzusetzen.

Bilderunterschrift: Die Schülerinnen und Schüler wurden von Tarcia Vogt, der Leiterin der Jugendbildungsstätte, über die Kriegsgräberstätte geführt.

 

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Abschlüsse am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung in Siegen

Erstellt am Freitag, 12. Juli 2019

Wirtschaftsgymnasium (Allgemeine Hochschulreife)
GYO1: Tom Bach (Siegen), Paula Becker (Netphen), Maximiliane Biel (Kirchen), Maximilian Bredin (Kreuztal), Mahmoud Diraoui, Julia Eliasz (beide Siegen), Fabian Hollmann (Kreuztal), Lea Kursch (Freudenberg), Vanessa Lespagnard (Siegen), Jannik Littig (Kreuztal), Erika Maier (Lennestadt), Jakob Münker (Freudenberg), Marvin Oerter (Wilnsdorf), Alexander Schäfer (Netphen), Christian Schellenberg, Christina Semcuk (beide Siegen), Victoria Stark (Lennestadt)

GYO2: Sascha Barbin (Siegen), Colin Braunert (Netphen), Celine Buentke (Lennestadt), Lisa Ginsberg (Burbach), Ronny Hellmann, Annika Hentschel (beide Netphen), Tim Jäger, Ali Kara (beide Siegen), Theresa Kemper (Kirchhundem), Tom Keßler (Niederfischbach), Patrick Kinzle (Kreuztal), Angelina Maag (Burbach), Lukas Nolte (Netphen), Isa Paschayev (Kreuztal), Lorik Polisi (Netphen), Daniel Rexius (Siegen), Fabienne Richter (Kreuztal), Nicole Sage (Wilnsdorf), Nicole Schott (Betzdorf), Mark Sting (Netphen)

Fachoberschule (Allgemeine Hochschulreife)
FO131: Arslan Ahmed (Betzdorf), Althaus Louis (Netphen), Janine Behrens, Richard Biller (beide Siegen), Alexander Claßen (Elkenroth), Alessio D’Agostino (Attendorn), Kim Anh Fitzek (Siegen), Sascha Tim Freudenberg (Netphen), Philip Hombach (Kausen), Bianca-Isabel Jung (Netphen), Erik Kehl (Drolshagen), Timo Kirchner (Wilnsdorf), Marco Koziol (Siegen), Madeleine Lemanski (Burbach), Jannis Müller, Steven Reller (beide Siegen), Lukas Ruthen (Waldbröl), Katharina Helene Schanz (Finnentrop), Nico Schneider (Burbach), Tim Schönauer (Wenden), Casey Szklany (Mudersbach)

Fachoberschule (Fachhochschulreife)
FO121: Luisa Adam, Diana Berkain (beide Siegen), Bernhard Binder (Wiehl), Joel Braun (Weitefeld), Fabian Broich (Windeck), Simon Funken (Kirchhundem), Stella Doreen Koehler, Nesrin Livan, Naomi Olivia Maduka, Niklas Pfeifer, Elfat Sadiki (alle Siegen), Melissa Scholl, Patrick Skop (beide Neunkirchen), David Sterzenbach (Freudenberg)


Höhere Handelsschule (Fachhochschulreife)
HHO1: Alexandra Bauer (Hilchenbach), Luca Bellomo (Kreuztal), Josephine Charo (Wilnsdorf), Ali Nejime (Hilchenbach), Phil Reuter (Netphen), Kevin Jan Gerhard Schwach (Kreuztal), Cedric Seifert (Netphen), Inan Tekin (Siegen), Valdrina Vehap (Hilchenbach), Julia Weiß (Siegen), Alina Zverev (Lennestadt)

HHO2: Julia Ackermann (Freudenberg), Lara Marie Bender (Netphen), Taylan Can (Freudenberg), Selina Christin Fischer (Siegen), Albina Gashi (Hilchenbach), Antonia Jäckel (Wilnsdorf), Angelina Kaiser (Netphen), Aleyna Kilci (Siegen), Isabeau Luckgardt, Felix Alexander Meyer (beide Burbach), Semiha Özdemir (Siegen), Alina Pauls (Wilnsdorf), Jennifer Yasmin Sabahi (Hilchenbach), Lavdim Salijaj (Wilnsdorf), Alban Shala, Albana Shala (beide Wilnsdorf), Ayleen Stinn (Siegen),

HHO3: Vicky Bätzel (Netphen), Vincent Janik Diehl (Siegen), Julia Fischbach (Wilnsdorf), Albin Gashi (Kreuztal), Elias Hein (Dillenburg), Sabrina Kehl (Netphen), Ralf Kelln, Nicolas Laube, Muhammed Öcal (alle Siegen), Jonas Scholz (Freudenberg), Stefan Sieper (Hilchenbach)

HHO4: Yaren Akcay (Siegen), Mustafa Akgüz (Lennestadt), Lena Althof (Hilchenbach), Vanessa Bauer (Kreuztal), Dennis Behm, Arjanit Citaku (beide Neunkirchen), Diana Ferder (Hilchenbach), Karsten Joswig (Wilnsdorf), Laura Louis Klöckner (Netphen), Asif Mahmood (Siegen), Hassan Malla (Wilnsdorf), Louisa Nöll (Siegen), Leon Daniel Pruchnik (Kreuztal), Hannah-Sophie Schäfer (Freudenberg), Marie Zuschlag (Siegen)

Kaufmännische Assistenten Fremdsprachen (Fachhochschulreife mit Berufsabschluss)
FSAO1: Roberta Ferrieri (Siegen), Lea Hoffmann (Netphen), Serif Kaya, Mihriban Ögmen (beide Siegen), Ilayda Uzunöz (Olpe), Antonia Weber (Siegen)

Fachschule Wirtschaft (Staatlich geprüfte/r Betriebswirt/in)
WF3O1: Lorena Alfano (Olpe), Michael Bender (Herdorf), Nadja Daginnus, Angeline Eckhardt (beide Siegen), Till Clemens Eibach (Burbach), Anne Engelhardt (Siegen), Annika Genehr (Friesenhagen), Anne Groß (Kreuztal), Eduard Huber (Siegen), Matthias Jung (Neunkirchen), Dennis Michael Kilka, Jacqueline Kircheiß (beide Siegen), Anna Lena Klüppel (Sundern), Stephan Knoop (Netphen), Katja Külkens (Siegen), Adrian Lück (Neunkirchen), Niklas Lück, Angelika Michalski, Christoph Paul Moll (alle Siegen), Jens Pukropski (Kreuztal), Robin Schäfer, Kevin Schöttker (beide Siegen), Lena Sieler (Wenden), Andrea Sophia Siepe (Siegen), Sarina Stadel (Burbach), Tobias Stahlhacke (Drolshagen), Maximilian Stark (Mudersbach), Björn Ziemann (Siegen).

Einmal sehen ist besser als hundertmal hören

Erstellt am Freitag, 05. Juli 2019

Klassenfahrt mal anders. Angehende Asienkaufleute unternahmen eine zweiwöchige Reise ins Reich der Mitte und legten dort ihre Sprachprüfung ab.

Siegen. Ermöglicht durch das Konfuzius-Institut Metropole Ruhr machten sich 17 Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung auf den langen Weg von Siegen nach China: Erlebnisreiche Reisetage, Kleinstädte mit mehreren Millionen Einwohnern, herzliche Gastfreundschaft und die Erkenntnis, dass der Chinese noch stärker auf sein Handy angewiesen ist.

china 2019Die Schüler und Schülerinnen besuchen neben der Berufsschule die zweijährige Weiterbildung zum Asienkaufmann/-frau und lernen fleißig Chinesisch. „Einmal sehen ist besser als hundertmal hören“, lautet ein chinesisches Sprichwort. Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Claudia Brüggemann und Kristina Wilmes wurden die Osterferien geopfert. Die Gruppe war einer Einladung des Konfuzius-Instituts Metropole Ruhr gefolgt, bei dem seit fünf Jahren die Sprachprüfung in Chinesisch abgelegt wird.

Nach der Ankunft und einem Aufenthalt in Peking ging es für eine Woche weiter nach Wuhan. Dort erhielten die Schüler und Schülerinnen Sprachunterricht und legten ihre Sprachprüfung ab. So ganz ohne Schule ging es dann doch nicht. Neben dem Unterricht unternahmen die Schüler und Schülerinnen viele Ausflüge mit ihrer Reisebegleitung Jing Cheng: zur Chinesischen Mauer, in die Verbotene Stadt, zur Terrakotta Armee in Xi´an und vieles mehr.

china 2019 1Für die Schüler war es eine beeindruckende Reise: „Die Dimensionen der Städte und der Hochhäuser und gleichzeitig die Population auf engem Raum“, war für Sonja Rudel ein Erlebnis. Für Zaneta Zolenska war es vor allem die Hilfsbereitschaft: „Wenn wir etwas suchten und jemanden nach dem Weg fragten, dann hat er uns dorthin gebracht und nicht nur den Weg erklärt.“

Die Kodirektorin des Konfuzius-Instituts Metropole Ruhr sieht in der Reise einen wichtigen Baustein für den Spracherwerb: „Sprache und Kultur sind eng verbunden. Die Schülerinnen und Schüler sollen in einer authentischen Umgebung Einblicke in die chinesische Kultur bekommen und die Sprache anwenden.“

 

 

 

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Recruiting Award verliehen

Erstellt am Montag, 17. Juni 2019

Siegen. 127 Bewerber und Bewerberinnen gingen ins Rennen. Gloria Wiesel konnte sich am Ende durchsetzen und den Recruiting Award gewinnen. In einem gemeinsamen Bewerberprojekt nahmen Studierende der Fachschule Wirtschaft und Schüler der höheren Handelsschule und den kaufmännischen Assistenten Fremdsprachen die Rollen der Arbeitgeber und Bewerber ein.

Die Fachschüler entwickelten Modellunternehmen, bei denen die Schüler Bewerbungen einreichen mussten. Diese wurden dann von Fachschülern beurteilt, bei Gefallen gab es eine Einladung zum Bewerbergespräch. Passend gekleidet kamen die Schüler abends ins Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung und wurden von den „Ausbildern“ auf Herz und Nieren geprüft. Im Anschluss gab es eine Bewertung des Gesprächs und der Bewerbungsunterlagen.

Die besten Schüler wurden zu einem zweiten Gespräch vor einer Jury aus Personalverantwortlichen der heimischen Wirtschaft eingeladen: Susanne Wörster (8P Partnergesellschaft), Daniel da Silveira (Lenze), Andreas Günther (AOK) sowie den Fachlehrern Diana Künzel, Sebastian Vollmers und Kristina Wittelsbürger. Für Fachschüler Jan Claudio Klaas eine gute Simulation: „Das ist eine gute Hilfe für die Zukunft und für beide Seiten eine sinnvolle Erfahrung.“

RecruitingAward 2019

Gewann den diesjährigen Recruiting Award: Gloria Wiesel (links). Überzeugten als potientielle Arbeitgeber die Jury: Christopher Dielmann, Lisa Wagner, Oliver Löffeld, Annika Graf, Jan-Philipp Heppner (v.l.n.r). Foto: Berufskolleg.

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