Nachrichten der Schule

Hinsehen, statt wegsehen

Erstellt am Samstag, 20. Dezember 2014

Landtagspräsidentin Carina Gödecke ehrte Schüler des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung.

Siegen. Fast 400 junge Leute waren auf Einladung der Landtagspräsidentin Carina Gödecke in den Düsseldorfer Landtag gekommen. Die Veranstaltung fand unter dem Motto „Jung, aktiv und engagiert – Junge Menschen im Ehrenamt“ statt, dabei wurde das ehrenamtliche Engagement junger Menschen gewürdigt. „In unserem Gemeinwesen wären alle Projekte und Pläne vergeblich, ließen sich nicht immer wieder Menschen finden, die bereit wären mitzuhelfen, eine humane, solidarische und lebenswerte Gesellschaft zu bauen. Menschen, die hinsehen, statt wegsehen.“, so Gödecke in ihrer Laudatio.

 147 Schulen aus NRW hatten sich mit sozialen Projekten bei der Spardaspenden-Wahl beworben, dabei belegte das Berufskolleg den dritten Platz. Die drei Erstplatzierten Schulen durften ihre Projekte im Plenarsaal vor Politikern, Vertretern anderer Schulen und Jugendvertretern vorstellen. Seit acht Jahren packt das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung in der Weihnachtszeit Pakete für die Siegener Tafel, dabei sind mittlerweile über 1500 Pakete zusammengekommen. Mit einer Urkunde und einem Preisgeld von 6.000 Euro ehrten Landtagspräsidentin Gödecke und Jugendministerin Ute Schäfer die Vertreter des Berufskollegs.

„Das Preisgeld haben wir in diesem Jahr schon teilweise in die Aktion für die Siegener Tafel investiert. Der Rest wird auf die kommenden Jahre verteilt.“, erklärte Schülersprecher Balthasar Wied. Damit kann das Projekt in den kommenden Jahren erfolgreich vorgesetzt werden.

12 2014 sus landtag nrw kleinBildzeile: Dominik Schlarmann, Vorstand der Sparda Bank, Jugendministerin Ute Schäfer (v. l.) und Landtagspräsidentin Carina Gödecke (r.) ehren die Schülervertreter, Linda Kolb, Lea Sturm David Walther und Balthasar Wied (v.l.)                         
Foto: Landtag NRW.

Schicksale im Dritten Reich in den Mittelpunkt gerückt

Erstellt am Montag, 08. Dezember 2014

Ausstellung der Hans-Böckler-Stiftung zu Gewerkschaftern in Konzentrationslagern  am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung zu Gast.

Siegen. „Seid wachsam, dass über Deutschland nie wieder die Nacht hereinbricht.“ Die Wanderausstellung „Gewerkschafter in Konzentrationslagern 1933 bis 1945“ war bis zum 10. November in der Aula des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung zu sehen. Unter diesem Titel gedachte sie jener Gewerkschafter, die Widerstand gegen die Nazis leisteten, zwischen 1933 und 1945 in Konzentrationslager kamen und für ihre Überzeugung gefoltert und ermordet wurden. Die Ausstellung stellte die Schicksale von 16 Gewerkschaftsmitgliedern in den Mittelpunkt, die das Schicksal einer KZ-Haft erdulden mussten und zum Teil nicht überlebten. Die Ausstellung war ein Projekt des Otto-Suhr-Instituts und der Hans-Böckler-Stiftung, die als Wanderausstellung durch den DGB Südwestfalen an verschiedenen Schulen zugänglich gemacht wurde.

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Die Wanderausstellung „Gewerkschafter in Konzentrationslagern 1933 bis 1945“ war für einige Wochen am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung zu Gast. Foto: Berufskolleg.

So mancher Spediteur transportiert sensible Fracht

Erstellt am Donnerstag, 04. Dezember 2014

Praxisorientierte Gefahrgutschulung am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung in Siegen.

Siegen. Sprühsahne ein Gefahrgut? Jeder kennt die LKWs, die mit besonderen Schildern darauf hinweisen, dass sie sensible Fracht transportieren. Doch nicht nur Säure oder explosive Stoffe gelten als für den Transport gefährliche Stoffe. Tatsächlich gilt Sprühsahne schon als Gefahrgut. Weniger wegen der Kalorien, sondern durch das Gas in der Dose. Selbst Mineralwasser ist durch die Kohlensäure ein Gefahrgut, es wird aber beim Transport von den besonderen Gefahrgutvorschriften freigestellt.

Wolfgang Sonntag, Gefahrgutbeauftragter und Ausbilder der Nagelgroup in Anzhausen, führte eine Schulung zum Thema Gefahrstoffe und Gefahrgut für Berufsschüler am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung durch. Nach dem Motto „Mehr Praxis in die Schule“ hatte der Förderverein Spedition und Logistik den Kontakt hergestellt. „Das ist einer der absoluten Experten in Deutschland beim Gefahrgut und wir sind froh, dass er das für uns macht.“, so Abteilungsleiter Thomas Hartmann. Für die Schüler der Fachklassen Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistungen und die Fachkräfte für Lagerlogistik verband Sonntag theoretische Kenntnisse aus dem Unterricht mit anschaulichen Beispielen aus der Praxis. Welche Verpackung darf verwendet werden? Welche Vorschriften müssen bei der Einlagerung beachtet werden? Wie viele Gefahrgüter können auf einen LKW geladen werden? Welche Kennzeichnung ist dabei erforderlich? Fragen, die für einen Lageristen oder Spediteur jeden Tag eine Rolle spielen.

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Fahrer von Gefahrgütern müssen eine Schutzausrüstung mit sich führen. Gefahrgutausbilder Wolfgang Sonntag hilft beim Anlegen der Schutzkleidung. Foto: Berufskolleg.

Eindrucksvolle Reise nach Ghana

Erstellt am Donnerstag, 04. Dezember 2014

Schüler des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung besuchen Schule in einem Armenviertel in der Hafenstadt Tema.

Siegen. Mit sieben Schülern des Wirtschaftsgymnasiums des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung machte sich die Lehrerin Gerti Gleim auf eine lange und eindrucksvolle Reise nach Ghana. Seit vielen Jahren unterstützt das Berufskolleg den „Wilhelm Educational Complex“, eine Schule in einem Armenviertel in der Hafenstadt Tema, mit Spenden. Bereits zum zweiten Mal machte sich eine Reisegruppe vom Berufskolleg aus auf nach Ghana. Eine Reise, die die Schüler niemals vergessen werden.

Über drei Wochen unter schlichten Verhältnissen, ohne fließendes Wasser und sonstige Annehmlichkeiten, die wir in unserer Wohlstandsgesellschaft als selbstverständlich ansehen. „So eine Reise verändert das eigene Verhalten und das Verständnis für die Welt. Man kann den Luxus, in dem wir leben, erst richtig schätzen.“, so Simon Christes.

Mit vielen Ideen und Mitbringseln im Gepäck wollten die Ghanareisenden die Lehrer und Schüler am „Wilhelm Educational Complex“ unterstützen. Sie halfen im Unterricht, haben die Kinder betreut und mit ihnen  gespielt. Die Gruppe hatte unter anderem Bausätze für Musikinstrumente dabei, die begeistert angenommen wurden. Auf Reisen in die Umgebung lernten die Schüler das Land kennen.
 
Zunächst musste die Reise aber finanziert werden. Neben der Unterstützung durch Engagement Global aus Düsseldorf im Rahmen des „Konkreten Friedensdienstes des Landes NRW“, verkauften die Schüler wöchentlich selbst gebackenen  Kuchen an das Kollegium  und Obstquark am Europatag in der Schule oder erwirtschafteten Gelder durch den Verkauf von Currywurst bei einer Sportveranstaltung. Einen Teil der benötigten Gelder übernahm der Förderverein des Berufskollegs.

In Erinnerung blieben aber viele schöne Eindrücke, die sich durch den Umgang mit den Schülern und Menschen im Stadtviertel sowie auf Ausflügen in die Umgebung  gebildet haben. „Die Menschen dort haben nichts, aber eine unheimliche Lebensfreude. Wir haben alles und leiden unter Depressionen.“, so Simon Christes. „Das war beeindruckend, jeder sollte so eine Reise machen“, resümiert Vinzenz Wied.

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Die mitgebrachten Instrumente wurden von den ghanaischen Schülern sofort ausprobiert. Foto: Berufskolleg.

ghana1kleinDie Schüler unterstützten die Lehrer und unterrichteten am Wilhelm Educational Complex. Foto: Berufskolleg.

 

Vom beschaulichen Siegerland in die Millionenstadt London

Erstellt am Mittwoch, 03. Dezember 2014

Schüler des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung absolvierten ein Betriebspraktikum in Englands Hauptstadt.

Siegen. 14 Schüler der Europaklasse der Höheren Handelsschule des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung sammelten erste Berufserfahrungen in London. Nach einer Einführungswoche mit Sprachkurs stand in der zweiten und dritten Woche ein Praktikum in britischen Unternehmen an.

Die Schüler arbeiteten überwiegend für gemeinnützige Wohltätigkeitsverbände. Dabei bekamen die Schüler einen Einblick in den britischen Berufsalltag, mit teilweise langen Pendlerzeiten und auch mit anderen Umgangsformen bezüglich Kleidung und Höflichkeit. Untergebracht waren die Schüler in Gastfamilien und stellten dabei erhebliche Unterschiede zwischen dem Leben im Großstadtleben von London und dem Leben im überschaubaren Siegerland fest. „Dort ist eine starke Polizeipräsenz und überall hängen Videokameras.“, erinnerte sich Melanie Müller.

Neben dem Praktikum und dem Sprachkurs gab es ausreichend Zeit einen touristischen Einblick in die britische Hauptstadt zu bekommen, wobei für die Schüler besonders die Größe der Stadt beeindruckend war.

 

 

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