Nachrichten der Schule

„Meine, deine, unsere Geschichte“: Siegener Wirtschaftsgymnasiasten besuchten Tschechien

Erstellt am Donnerstag, 07. Juli 2016

Siegen/Orlová. Ein wenig skeptisch waren Aminata und Helena zu Beginn der Reise schon, doch am Ende fiel der Abschied von den Gastgebern schwer: Unter dem Thema „Meine – deine - unsere Geschichte, gemeinsam der Zukunft entgegen“ fuhren jetzt elf Schüler des Wirtschaftsgymnasiums am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung nach Tschechien, um an einer Jugendbegegnung mit Schülern des Gymnázium a SOŠ Orlová-Lutyně teilzunehmen.

Ziel war es, zusammen mit den tschechischen Schülern die gemeinsame Geschichte zur Zeit des Zweiten Weltkriegs zu erkunden. Schnell wurde klar, dass die beteiligten Länder auch eine gemeinsame Geschichte haben, die nicht von Frieden, Freiheit und Völkerverständigung geprägt war.

Dabei lernten deren Ursachen und Auswirkungen auf das Zusammenleben in Europa kennen und erkannten, dass auch die gegenwärtige Situation in Europa mit nationalistischen, rechtspopulistischen und fremdenfeindlichen Tendenzen eine Gefahr für ein friedliches Zusammenleben in Europa darstellt.

Neben einem intensiven Kennenlernen standen auch viele Ausflüge auf dem Programm. So gingen die Schüler auf die Suche nach den Spuren des Lebens an der polnisch- tschechischen Grenze in der Nazizeit und besichtigten einige Denkmäler, die an die Schrecken des Krieges erinnerten. Außerdem besuchten sie die drittgrößte Stadt Tschechiens, Ostrava (Mährisch Ostrau), und die Kulturstadt Stramberk (Stramberg).

Fünf Tage lang lebten die deutschen Schüler in Gastfamilien und hatten so ausgiebig Gelegenheit, die tschechische Kultur und das Leben in einem fremden Land kennenzulernen. Dazu zählte auch die gemeinsame Freizeitgestaltung.

Mit Projektarbeiten, einer umfangreichen Dokumentation auf einer Internetplattform und einem Rückblick auf die vergangenen, ereignisreichen Tage wurde die Jugendbegegnung beendet.

Der Kontakt zwischen den beiden Schulen soll weiter ausgebaut werden und so sind neue gemeinsame Projekte bereits in Planung.

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Verbrachten eine erlebnisreiche Woche im tschechischen Orlova: Die Schülerinnen und Schüler des Wirtschaftsgymnasiums waren begeistert von der Gastfreundschaft der Partnerschule

Azubis machen sich fit für internationales Umfeld

Erstellt am Mittwoch, 06. Juli 2016

Die Zusatzqualifikationen Asienkaufmann/-frau und Europakaufmann/-frau unterstützen die heimische Wirtschaft.

Siegen. In einer kleinen Feierstunde erhielten die Absolventen der Zusatzqualifikation Europakaufmann/-frau und Asienkaufmann/-frau am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung ihre Zertifikate. „Das ist eine gute Investition in die Zukunft, diese Ausbildung wird in NRW lediglich an drei Schulen angeboten“, hob Schulleiter Karl-Heinz Bremer in seiner Ansprache hervor.

Zwei Jahre drückten die Auszubildenden parallel zur Berufsausbildung die Schulbank und erwarben gezielte Sprachkenntnisse, exportbezogenes Fachwissen und Landeskunde. Vanessa Koll, Prüfungsbeste Europakauffrau, findet: „Fremdsprachen sind unheimlich wichtig, mein Ausbildungsbetrieb ist international tätig.“ Seit 2009 bietet das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung in Abstimmung mit der IHK die Zusatzqualifikation „Europakaufmann/-frau“ an, die sich mittlerweile fest etabliert hat. In diesem Jahr erhielt der zweite Jahrgang des noch jungen Bildungsgangs „Asienkaufmann/-frau – Schwerpunkt China“ seine Zertifikate. Für Kevin Bormann eine hilfreiche Ergänzung: „Bei einer Betriebsbesichtigung in meinem Ausbildungsbetrieb konnte ich mit den chinesischen Kunden sprechen. Das kam gut an.“ Die Zusatzqualifikationen sind für zahlreiche Unternehmen in der Region von großem Nutzen. Viele heimische Unternehmen haben Produktionsstätten oder Handelspartner im europäischen oder chinesischen Markt. Mit diesen in Siegen entwickelten Zusatzangeboten hat sich auch das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung, seit 2011 als Europaschule ausgezeichnet, ein Alleinstellungsmerkmal erarbeitet. Die Zusatzausbildungen richten sich an kaufmännische Auszubildende im Bereich der IHK Siegen. Anmeldeformulare für beide Zusatzqualifikationen sind unter www.berufskolleg-wirtschaft.de erhältlich.

 

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Bildzeile: Schulleiter Karl-Heinz Bremer (l.) und Patrick Helle (r.), der Koordinator der Europaschule, gratulierten den Prüfungsbesten Vanessa Koll und Kevin Bormann (v. l.). Foto: Berufskolleg.

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Fußball ist wie eine Frikadelle –Man weiß nie, was drin ist.

Erstellt am Dienstag, 05. Juli 2016

Siegen. Dass der Fußballer Martin Driller mal bei Borussia Dortmund gespielt hat, wissen nur noch eingefleischte Fußballfans. Sein Spruch mit der Frikadelle aber wird bleiben, wie so viele Anekdoten und sprachliche Hinterlassenschaften von der schönsten Nebensache der Welt.

Mit einer Lesung rund um das Thema Fußball unterhielten die Lehrer Jochen Schnitzler und Dr. Thomas Kleber die vollbesetzte Aula, die kurzerhand in BKWV-Arena umgewandelt wurde. Als Stadionsprecher nahmen Sie das Publikum mit auf eine Zeitreise durch die deutsche Fußballgeschichte und streiften von Fußball und Religion, Fußball und Geld oder Fußball und Frauen alle relevanten Bereiche des deutschen Volkssports.

An die Tradition des Aktuellen Sportstudios anknüpfend, fand am Schluss noch ein Torwandschießen eines Amateurschülers gegen den Profilehrer Schnitzler statt, bei dem Schnitzler knapp 1:1 verlor.

Für die Kollegen und Schüler waren es kurzweilige zwei Stunden in der letzten Woche vor den Ferien und um mit Horst Hrubesch, einem der Besten seiner Zeit, zu schließen: „Ich sage nur ein Wort. Vielen Dank.“

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Die Stadionsprecher Dr. Thomas Kleber und Jochen Schnitzler führten, ausgerüstet mit Fanutensilien und Devotionalien, mit einer Lesung durch die Fußballgeschichte. Foto: Berufskolleg.

Schülerfirma "WannaBuy" wird fünf Jahre jung

Erstellt am Freitag, 13. Mai 2016

Westfalenpost vom 12.05.2016

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„Ich stand vor der Wahl, entweder ich spende Stammzellen oder sie stirbt.“

Erstellt am Freitag, 08. April 2016

Schüler der Höheren Handelsschule am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung in Siegen beteiligten sich an Registrierungsaktion der DKMS

Siegen. Mund auf, Wattestäbchen rein und nach einer Minute ist alles vorbei. Ein paar Fragen beantworten und schon gehört man zu den potenziellen Stammzellspendern für die DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) und kann eventuell Leben retten. Alle 16 Minuten erkrankt ein Mensch in Deutschland an Blutkrebs, jeder fünfte Patient findet keinen passenden Spender.

„Der passende Spender ist wie die Nadel im Heuhaufen. Die Schwierigkeit liegt in der Vielzahl von unterschiedlichen Gewebemerkmalen“, beschreibt Julia Matschke von der DKMS die Problematik bei der Spendersuche. Um bei der Suche nach der Nadel im Heuhaufen zu helfen, fand am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung in Siegen zum ersten Mal eine Registrierungsaktion für eine Stammzellspende statt. In einem Vortrag erklärte Julia Matschke den Schülern vorab den Ablauf einer Spende und räumte dabei mit dem hartnäckigen Vorurteil auf, dass die Spende über das Rückenmark gewonnen werde: „In 80% der Fälle wird die Stammzellspende dem Blut entnommen, die restlichen 20% werden dem Beckenkammknochen entnommen.“

Chantal Kleinschmidt hat gespendet und einer 59-Jährigen US-Amerikanerin das Leben gerettet. „Ich stand vor der Wahl, entweder ich spende Stammzellen oder sie stirbt.“ Bei Chantal Kleinschmidt wurde die Spende dem Blut entnommen und für sie stand fest: „Es war nicht schlimm, ich würde es wieder machen.“ Organisator Martin Reschke vom Berufskolleg zeigte sich zufrieden mit der Premiere: „Die Registrierungsaktion war ein voller Erfolg, über 70 Schüler haben sich registrieren lassen. Wir werden diese Aktion in Zukunft öfter an unserer Schule durchführen.“

Wer sich auch als Lebensretter registrieren lassen möchte, der kann ein kostenloses Set zur Registrierung bei der DKMS unter www.dkms.de anfordern.

 

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Bildzeile: Bei der Registrierung war das Handy für die Schüler Pflicht. Mit der Stoppuhr wurde die Zeit beim Wangenabstrich gestoppt. Foto: Berufskolleg.

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Bildzeile: Mit gutem Beispiel voran. Organisator Martin Reschke nimmt unter der Aufsicht von Julia Matschke von der DKMS den Wangenabstrich vor. Foto: Berufskolleg.

 

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