Nachrichten der Schule

„Neuer Innenminister“ am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung

Erstellt am Mittwoch, 02. Oktober 2019

Christian Becker ist neuer stellvertretender Schulleiter

Siegen. Nachdem Bardo Nussbickel aus dem Büro des stellvertretenden Schulleiters am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung ausgezogen und in das Büro des Schulleiters umgezogen ist, konnte sich seit Beginn des Schuljahres Christian Becker als neuer Stellvertreter einarbeiten. Becker ist seit 2010 mit den Schwerpunkten Wirtschaftswissenschaften und betriebswirtschaftliche Steuerlehre am Berufskolleg eingesetzt.

Durch seine vorherige Tätigkeit als Bildungsgangleiter der Lagerberufe und Verantwortlicher für die Stundenplanung bringt er viel Vorerfahrung für die neue Aufgabe mit. „Wir haben einen neuen Innenminister“, umschreibt Nussbickel den Aufgabenbereich seines Stellvertreters. Neben der Puzzlearbeit Stundenplanung und den Vertretungen ist Becker u. a. für den Haushalt und anfallende Bautätigkeiten verantwortlich.

Auf die neue Schulleitung kommen mit dem Digitalpakt viele neue Herausforderungen zu. Das neue Führungsduo blickt optimistisch in ein digitales Zeitalter. „Die Digitalisierung ist für uns ein ganz wichtiges Thema und wir konnten in einem ersten Schritt einige Bildungsgänge mit dem Fach E-Commerce aktualisieren“, erklärte Becker. In einem zweiten Schritt soll der neue Bildungsgang Kaufmann/-frau für E-Commerce am Berufskolleg implementiert werden. „Wir sind startbereit“, meinte Nussbickel. „Wir hoffen auf die regionale Wirtschaft, damit genügend Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt werden“, fügte Becker an.

Das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung des Kreises Siegen-Wittgenstein bietet insgesamt 28 Bildungsgänge an. Der Großteil der Schülerschaft geht in die Berufsschule. „Wir sind in der dualen Berufsausbildung Partner der regionalen Wirtschaft.“

Darüber hinaus kann man in den Bildungsgängen des Wirtschaftsgymnasiums und der Fachoberschule des Berufskollegs das Abitur machen, sowie in der zweijährigen Berufsfachschule („Höhere Handelsschule“) den schulischen Teil der Fachhochschulreife erreichen. Im Abendunterricht bietet die Fachschule für Wirtschaft den staatlich geprüften Betriebswirt mit dem Schwerpunkt Absatzwirtschaft an.

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Bildzeile: Die Schulleitung ist nun komplett. Mit Christian Becker (l.) ist ein neuer „Innenminister“ des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung im Amt und unterstützt als Stellvertreter den Schulleiter Bardo Nussbickel.

Foto: Berufskolleg.

Nicht jeder Azubi kennt seine Rechte!

Erstellt am Mittwoch, 02. Oktober 2019

Siegen. Eine Woche waren die IG Metall und der Deutsche Gewerkschaftsbund –wie jedes Jahr- mit dem Projekt „Demokratie und Mitbestimmung“ am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung zu Gast. Vier Teamer der IG Metall-Jugend (Siegen) und 2 Teamer der DGB-Jugend (Südwestfalen) kamen in den Unterricht der Berufsschulklassen und hatten wichtige Themen im Gepäck.

„Wir möchten die Auszubildenden unter anderem über die Rechte in der Ausbildung informieren“, so Svenja Thelen, Jugendbildungsreferentin des DGB. Manche der Auszubildenden staunten nicht schlecht, als sie die Differenzen zwischen den gesetzlichen Vorgaben und den Gepflogenheiten in dem ein oder anderen Ausbildungsbetrieb erkannten.

Vier unterschiedliche Themenbausteine boten die Arbeitnehmervertreter an. Neben den Rechten in der Ausbildung und betrieblicher Mitbestimmung ging es auch um gewerkschaftliche Basisarbeit oder um gesellschaftliche Grundlagen.

Berufsschultourklein

Jugendvertreter_innen der IG Metall und des Deutschen Gewerkschaftsbundes waren mit dem Projekt „Demokratie und Mitbestimmung“ am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung. Foto: Berufskolleg.

„Jeder kann mit seinen Stammzellen Hoffnung auf ein neues Leben geben“

Erstellt am Mittwoch, 17. Juli 2019

Schüler des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung in Siegen organisieren Registrierungsaktion der DKMS

Siegen. Mund auf, Wattestäbchen rein und nach zwei Minuten ist alles vorbei. Ein paar Fragen beantworten und schon gehört man zu den potenziellen Stammzellspendern für die DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) und kann eventuell Leben retten. Alle 16 Minuten erkrankt ein Mensch in Deutschland an Blutkrebs, jeder siebte Patient findet keinen passenden Spender.

Die Schwierigkeit bei der Suche nach einem passenden Spender liegt in der Vielzahl von unterschiedlichen Gewebemerkmalen. Um bei der Suche nach der Nadel im Heuhaufen zu helfen, fand am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung in Siegen zum dritten Mal eine Registrierungsaktion für eine Stammzellspende statt. In einem Vortrag erklärte Simon Cavallo den Schülern vorab den Ablauf einer Spende und räumte dabei mit dem hartnäckigen Vorurteil auf, dass die Spende über das Rückenmark gewonnen werde. In 80% der Fälle wird die Stammzellspende dem Blut entnommen, die restlichen 20% werden dem Beckenkammknochen entnommen. So wie bei Evelyn Kerber. Bei ihr wurde die Spende unter Narkose dem Beckenkamm entnommen. „Der Eingriff ist nicht schlimm. Nach dem Aufwachen fühlt es sich an wie ein Tritt in den Hintern.“

Melissa Schmidt hat 2012 gespendet und einer Frau mit acht Enkeln das Leben gerettet. „Ich bin stolz darauf, dass diese Frau  wegen mir fünf Jahre länger gelebt hat.“ Organisator Martin Reschke vom Berufskolleg war zufrieden mit der Aktion: „Die Registrierungsaktion war wieder ein voller Erfolg, diesmal haben sich 95 Schüler registrieren lassen, mehr als beim letzten Mal.“

Wer sich auch als Lebensretter registrieren lassen möchte, der kann ein kostenloses Set zur Registrierung bei der DKMS unter www.dkms.de anfordern.

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Bildzeile: Melissa Schmidt (l.) und Evelyn Kerber gaben durch ihre Stammzellspende Hoffnung auf ein Überleben. Foto: Berufskolleg.

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Lisa Neumann (l.) half bei der Registrierung mit und erklärte anderen Schülern wie es geht. Foto: Berufskolleg.

 

Azubis machen sich fit für internationales Umfeld

Erstellt am Mittwoch, 17. Juli 2019

Die Zusatzqualifikationen Asienkaufmann/-frau und Europakaufmann/-frau unterstützen die heimische Wirtschaft.

Siegen. In einer kleinen Feierstunde erhielten die Absolventen der Zusatzqualifikation Europakaufmann/-frau und Asienkaufmann/-frau am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung ihre Zertifikate.

Zwei Jahre drückten die Auszubildenden parallel zur Berufsausbildung die Schulbank und erwarben gezielte Sprachkenntnisse, exportbezogenes Fachwissen und Landeskunde. Jiana Yao-Schmidt ist zufrieden mit ihrem Abschluss und konnte die Kenntnisse auch schon anwenden: „Ich absolviere meine Ausbildung bei einem international tätigen Unternehmen. Im Bereich Beschaffung sind z. B. Zollkenntnisse wichtig.“

Seit 2009 bietet das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung in Abstimmung mit der IHK die Zusatzqualifikationen „Europakaufmann/-frau“ und seit 2013 die Zusatzqualifikation „Asienkaufmann/-frau – Schwerpunkt China“ an, die sich mittlerweile fest etabliert haben. Für die Europakauffrau Christina Rettig eine hilfreiche Ergänzung zur Ausbildung: „Die sprachlichen Ergänzungen bringen mir viel, weil mein Ausbildungsbetrieb vor allem europaweit verkauft.“

Die Zusatzqualifikationen sind für zahlreiche Unternehmen in der Region von großem Nutzen. Mit einer Exportquote von ca. 50% ist das Siegerland international ausgerichtet, viele heimische Unternehmen haben Produktionsstätten oder Handelspartner im europäischen oder chinesischen Markt. Mit diesen in Siegen entwickelten Zusatzangeboten hat sich auch das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung, seit 2011 als Europaschule ausgezeichnet, ein Alleinstellungsmerkmal in der Region erarbeitet. Die Zusatzausbildungen richten sich an kaufmännische Auszubildende im Bereich der IHK Siegen. Anmeldeformulare für beide Zusatzqualifikationen sind unter www.berufskolleg-wirtschaft.de erhältlich.

Asien Europa

Gewappnet für den Export. Asien- und Europakaufleute erhielten nach zweijähriger Qualifikation ihre Zeugnisse. Foto: Berufskolleg

 

Planspiel FOM

Erstellt am Mittwoch, 17. Juli 2019

Siegen. „Es gibt kein Bier auf Hawai“, heißt es in einem bekannten Lied. Damit der worst case im Siegerland nicht eintritt, müssen die Beteiligten von der Brauerei, im Logistikzentrum, im Großhandel bis in den Einzelhandel die richtigen Entscheidungen treffen. Zum besseren Verständnis der Wertschöpfungskette entlang der „beerline“ war die FOM Siegen am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung zu Gast. Drei Berufsschulklassen mussten in Kleingruppen dafür sorgen, dass der Siegerländer nicht auf dem Trockenen sitzt. „Die Schüler sollen entlang der Wertschöpfungskette strategische Entscheidungen über die Bestellung und die Produktion treffen“, so Dr. Eberhard Boller, Fachlehrer am Berufskolleg. Dabei schlüpften die Schüler in die Rollen der Brauerei, des Verteilzentrums, des Großhandels oder des Einzelhandels. Dass das nicht immer so einfach ist, merkten die Schüler schnell, wenn es an einer Stelle aufgrund falscher Erwartungen zu Engpässen oder einem Überangebot kam, was schnell mit Kosten verbunden war. „Über das Planspiel und den Einsatz digitaler Medien können mittels der Gamification spielerisch komplexe Zusammenhänge erschlossen werden. Die Wertschöpfungskette findet in der Realität international statt und die Beteiligten müssen über große Distanzen Entscheidungen treffen,“ erläutert Prof. Dr. Thomas Heupel von der FOM. Neben dem spielerischen Lernen und dem Einsatz digitaler Medien ist für den Berufsschullehrer Dr. Eberhard Boller ein zweiter Aspekt wichtig: „Wir möchten mit Hilfe unseres Kooperationspartners FOM die angehenden Industrie- und Bankkaufleute in den Kontakt mit Wissenschaft und Weiterbildung bringen. Denn lebenslanges Lernen wird für die heutigen Berufsschüler bei den künftigen Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt durch die Digitalisierung und die Künstliche Intelligenz im Zeitalter von Big Data von existenzieller Bedeutung für die Arbeitnehmer von morgen.“

FOM

Prof. Dr. Thomas Heupel von der FOM und Berufsschullehrer Dr. Eberhard Boller standen den Kleingruppen mit Tipps und Erklärungen zur Seite. Foto: Berufskolleg.

FOM III

Schnell die neuen Daten fotografieren und in der Kleingruppe neue Entscheidungen treffen. Foto: Berufskolleg.

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