„Jeder kann mit seinen Stammzellen Hoffnung auf ein neues Leben geben“

Erstellt am Mittwoch, 17. Juli 2019

Schüler des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung in Siegen organisieren Registrierungsaktion der DKMS

Siegen. Mund auf, Wattestäbchen rein und nach zwei Minuten ist alles vorbei. Ein paar Fragen beantworten und schon gehört man zu den potenziellen Stammzellspendern für die DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) und kann eventuell Leben retten. Alle 16 Minuten erkrankt ein Mensch in Deutschland an Blutkrebs, jeder siebte Patient findet keinen passenden Spender.

Die Schwierigkeit bei der Suche nach einem passenden Spender liegt in der Vielzahl von unterschiedlichen Gewebemerkmalen. Um bei der Suche nach der Nadel im Heuhaufen zu helfen, fand am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung in Siegen zum dritten Mal eine Registrierungsaktion für eine Stammzellspende statt. In einem Vortrag erklärte Simon Cavallo den Schülern vorab den Ablauf einer Spende und räumte dabei mit dem hartnäckigen Vorurteil auf, dass die Spende über das Rückenmark gewonnen werde. In 80% der Fälle wird die Stammzellspende dem Blut entnommen, die restlichen 20% werden dem Beckenkammknochen entnommen. So wie bei Evelyn Kerber. Bei ihr wurde die Spende unter Narkose dem Beckenkamm entnommen. „Der Eingriff ist nicht schlimm. Nach dem Aufwachen fühlt es sich an wie ein Tritt in den Hintern.“

Melissa Schmidt hat 2012 gespendet und einer Frau mit acht Enkeln das Leben gerettet. „Ich bin stolz darauf, dass diese Frau  wegen mir fünf Jahre länger gelebt hat.“ Organisator Martin Reschke vom Berufskolleg war zufrieden mit der Aktion: „Die Registrierungsaktion war wieder ein voller Erfolg, diesmal haben sich 95 Schüler registrieren lassen, mehr als beim letzten Mal.“

Wer sich auch als Lebensretter registrieren lassen möchte, der kann ein kostenloses Set zur Registrierung bei der DKMS unter www.dkms.de anfordern.

DKMS

Bildzeile: Melissa Schmidt (l.) und Evelyn Kerber gaben durch ihre Stammzellspende Hoffnung auf ein Überleben. Foto: Berufskolleg.

DKMS II

Lisa Neumann (l.) half bei der Registrierung mit und erklärte anderen Schülern wie es geht. Foto: Berufskolleg.

 

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