So mancher Spediteur transportiert sensible Fracht

Erstellt am Donnerstag, 04. Dezember 2014

Praxisorientierte Gefahrgutschulung am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung in Siegen.

Siegen. Sprühsahne ein Gefahrgut? Jeder kennt die LKWs, die mit besonderen Schildern darauf hinweisen, dass sie sensible Fracht transportieren. Doch nicht nur Säure oder explosive Stoffe gelten als für den Transport gefährliche Stoffe. Tatsächlich gilt Sprühsahne schon als Gefahrgut. Weniger wegen der Kalorien, sondern durch das Gas in der Dose. Selbst Mineralwasser ist durch die Kohlensäure ein Gefahrgut, es wird aber beim Transport von den besonderen Gefahrgutvorschriften freigestellt.

Wolfgang Sonntag, Gefahrgutbeauftragter und Ausbilder der Nagelgroup in Anzhausen, führte eine Schulung zum Thema Gefahrstoffe und Gefahrgut für Berufsschüler am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung durch. Nach dem Motto „Mehr Praxis in die Schule“ hatte der Förderverein Spedition und Logistik den Kontakt hergestellt. „Das ist einer der absoluten Experten in Deutschland beim Gefahrgut und wir sind froh, dass er das für uns macht.“, so Abteilungsleiter Thomas Hartmann. Für die Schüler der Fachklassen Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistungen und die Fachkräfte für Lagerlogistik verband Sonntag theoretische Kenntnisse aus dem Unterricht mit anschaulichen Beispielen aus der Praxis. Welche Verpackung darf verwendet werden? Welche Vorschriften müssen bei der Einlagerung beachtet werden? Wie viele Gefahrgüter können auf einen LKW geladen werden? Welche Kennzeichnung ist dabei erforderlich? Fragen, die für einen Lageristen oder Spediteur jeden Tag eine Rolle spielen.

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Fahrer von Gefahrgütern müssen eine Schutzausrüstung mit sich führen. Gefahrgutausbilder Wolfgang Sonntag hilft beim Anlegen der Schutzkleidung. Foto: Berufskolleg.

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