Europaprojekt verbindet

Schüler des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung treffen ihre Partnerschulen in Oradea

Siegen. Europathemen stehen in der aktuellen Tagespolitik immer auf dem Programm und nicht sehr selten in der Kritik. Viele EU-Bürger sind enttäuscht und nach ihrer Einschätzung zieht der Zusammenschluss viele Nachteile mit sich. Geht es nach den 17 Schülern der zwölften Klasse des Wirtschaftsgymnasiums am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung,  ist die Europäischen Union eine „großartige Erfindung". 2009 startete das Europäische Comenius-Programm für die damals neu eingeschulten Kollegiaten. Vor ihnen lag das jetzt schon fast ein Jahr vergangene erste Treffen mit den Austauschschülern aus Oradea (Rumänien) und Kunhegyes (Ungarn) in Olpe. "Gelebtes Europa", so titelten die regionalen Zeitungen. „Es war eine unvergessliche Erfahrung, Schülern aus einer ganz anderen Region unser Siegerland näher zu bringen" kommentierte Christopher Göbel letztes Jahr. Nach der ersten Begegnung liefen alle Vorbereitungen mit Blick auf das zweite Treffen, diesmal in Rumänien.

Jetzt gingen die 17 Siegerländer Schüler auf Entdeckungsreise nach Osteuropa. Vor den Schülern lag eine ereignisreiche Woche mit einem spannenden Programm. An das Projekt, dass unter dem Titel „Umweltschutz und Ökotourismus" steht, waren mehrere Ausflüge gebunden. Dabei wurden regionale Besonderheiten deutlich, aber vor allem große Unterschiede zum heimischen Siegerland. Dazu gehörten eine Exkursion in die Universitätsstadt Cluj-Napoca (dt. Klausenburg), die Besichtigung des gerade eröffneten Naturparks Cefa, dort waren die Siegener die ersten internationalen Besucher, sowie eine Exkursion zu Thermalbädern und zu zwei Höhlen. „Natur Pur!", so beschrieb Nadine Schäfer diese drei Tage. Folglich wurde es also Zeit aus den gesammelten Informationen Präsentationen für die Abschlussveranstaltung zu gestalten.

Höhepunkt der Arbeitsphase war schließlich die Vorstellung der Projektarbeiten, an denen die Schüler in ihrer Heimat gearbeitet hatten. Die ungarischen Schüler stellten dabei den Theiß-See, der in ihrer Umgebung liegt und viele Touristen anlockt, in den Mittelpunkt. Die Gastgebergruppe aus Rumänien bot einen selbst aufgenommen Film, der die schönsten Flecken ihrer Natur zeigte. Die deutschen Schüler stellten einen für Siegen selbst entworfenen „City Guide für Schüler und Studenten" vor, der allen Beteiligten gefiel. Auch die von der deutschen Gruppe erstellte Homepage (www.comenius-partner.eu)  von Julian Reimann wurde mit Begeisterung aufgenommen. Anschließend wurden die Ergebnisse der vergangenen Woche auf verschiedene Weise präsentiert. Es wurden Plakate, Filme, Power Point Präsentationen und Umfragen vorgestellt.

Ganz so tränenreich fiel der Abschied nicht aus, denn die rumänischen Schüler planen noch einen weiteren Besuch in Siegen. Dann endet das Comenius-Projekt zwischen Deutschland, Ungarn und Rumänien. Doch für die Schüler steht jetzt schon fest, dass dies nicht ihr letztes Wiedersehen sein wird.

"Durch das Projekt wurde der europäische Gedanke in uns allen geweckt und gefördert, man erkennt nun, welche Rolle Europa für uns und kommende Generationen spielt." fasst Julian zusammen. Auch das Berufskolleg wird den Europagedanken weiter mit sich führen. Für den kommenden Jahrgang des Wirtschaftsgymnasiums wurde ein Comenius-Programm mit Schulen aus Litauen und Ungarn beantragt.

Verfasser David Prinz

zeitungsbericht rumnienklein

Schülerinnen und Schüler des EU-Comeniusprojekts am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung Siegen besuchten auch den Heldenplatz in Budapest. Foto: Berufskolleg.

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